Naturheilpraxis für Japanische Akupunktur und TCM

Akupunktur | Shônishin-Kinderbehandlung

Was ist Akupunktur? | Japanische Akupunktur | Shônishin - Behandlung für Babys und Kinder | Ohrakupunktur nach Nogier

 

Was ist Akupunktur?

Das Wirkungsprinzip der Akupunktur sowie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beruht auf dem Konzept der Körperenergie–„Qi“ (japanisch:Ki“).

Die sich frei entfaltende Körperenergie versorgt unseren gesamten Organismus und spiegelt sich dabei auch in unserem mental-seelischen Erscheinungsbild.

Ein Mangel an Energie-Qi oder eine Fehlregulation derselben lässt, nach traditioneller Auffassung, eine Krankheit überhaupt erst entstehen.
Naturwissenschaftlich erklärt sich der Begriff des Qi mit neurohormonellen, bioelektrischen und chemischen Abläufen im Körper.

Durch das Einsetzen von haarfeinen Akupunkturnadeln in Erfahrungspunkte kommt es zur Regulierung der oben genannten physiologischen Abläufe sowie zu einer Entfaltung der Selbstheilungskräfte des Menschen.
Die Akupunkturpunkte und Körperleitbahnen (sog. Meridiane) werden hierzu auf verschiedene Weise stimuliert.

Die freie Ausbreitung der Körperenergie-Qi ist oftmals als Sekundephänomen wahrnehmbar und bewirkt einen tiefgehenden Heilungsprozess.
Die Organfunktionen sowie auch die mentalen Fähigkeiten des Menschen werden regulierend unterstützt.
Ein sogenannter Placeboeffekt spielt bei der Akupunktur keine nennenswerte Rolle, denn die Wirkung dieser Therapiemethode zeigt sich auch bei bewusstlosen Menschen oder z.B. auch bei Pferden.

Das Einfühlungsvermögen und die technischen Fähigkeiten des Akupunkteurs sind für den Therapieerfolg maßgeblich.

 

Japanische Akupunktur

von China ausgehend verbreitete sich die Kunst der Akupunktur in Japan ab dem 6. Jahrhundert nach Christus.

Die Besonderheiten der Japanischen Akupunktur sind ihr spezifischer Tastbefund (sog. Haradiagnostik) sowie die schmerzarme Anwendung. Es werden hierbei nur jene Akupunkturpunkte genadelt, welche zuvor bei einem manuellen Test unmittelbar die Qualität des Pulses verbesserten, die akuten Beschwerden beeinflussten sowie die auffälligen Hara-Zonen lockerten.

Bei den Hara-Zonen handelt es sich um diagnostisch und therapeutisch bedeutsame Körperareale des Bauches, des Nackens und entlang der Wirbelsäule. Sie zeigen sich oftmals beispielsweise in Form von Bindegewebsverquellungen, massive muskuläre Verspannungen oder auch eine veränderte Hautfeuchtigkeit bzw. -temperatur.

Die Untersuchung dieser Zonen, die traditionelle Puls- und Zungendiagnostik sowie Ihre individuellen Symptome und Angaben zu eventuellen Vorerkrankungen, führen zur Diagnose und Therapie.

Für die Japanische Akupunktur verwende ich hochwertige, sehr feine Einmalnadeln (0.12 mm bis 0.18 mm) aus chirurgischem Spezialstahl. Der Einstich selbst ist kaum wahrzunehmen. Patienten beschreiben den Effekt der gesetzten Nadel als ein angenehmes, sich ausbreitendes Gefühl von Wärme, Entspannung und Schwere.

Zwischen dem Setzen der jeweiligen Nadeln prüfe ich die gewünschten Veränderungen der Pulsqualität und des Hara-Befundes, welche dem spürbaren Anschlagen der Therapie in der Regel vorausgehen.

Bei einigen Erkrankungen empfiehlt es sich, den therapeutischen Effekt durch die Verwendung von Intradermal-Dauernadeln zu unterstützen. Insbesondere bei Schmerzsyndromen, Bewegungseinschränkungen, inneren und funktionellen Erkrankungen sowie bei der Nikotinsuchtbehandlung kommen sie zur Anwendung.

Die Intradermalnadeln werden über mehrere Tage unmerklich und ohne bei der Körperhygiene oder selbst beim Sport zu stören, von einem Hautpflaster gehalten.

Sonderformen der Japanischen Akupunkturverfahren sind die Kopfakupunktur nach Yamamoto (YNSA) sowie die in der Anwendung besonders sanfte und somit auch von Kindern gut tolerierte Keiraku Chiryo-Meridiantherapie.

 

Kopfakupunktur nach Yamamoto (YNSA)

Diese Akupunkturmethode wurde vor ca. 40 Jahren von dem japanischen Arzt Toshikatsu Yamamoto entwickelt. Er entdeckte die besondere Wechselwirkung zwischen Akupunkturpunkten der Kopfhaut mit Arealen der traditionellen zuvor beschriebenen Hara–Diagnostik sowie korrespondierenden Schmerzbereichen.

Das praktische Vorgehen bei der Behandlung nach Yamamoto ist vergleichbar mit der Akupunktur an der Ohrmuschel, mit dem Unterschied, dass hierbei die Akupunkturnadeln an den Schläfen, der Stirn oder am Hinterhaupt gesetzt werden.

Die Akupunktur nach Yamamoto hat sich vielfach bewährt in der Behandlung von neurologischen Erkrankungen wie beispielsweise Migräne, Morbus Menière oder Parkinson, bei Zustand nach Schlaganfall, Sehstörungen oder zum Erhalten der Mobilität und Selbständigkeit von Patienten mit Multipler Sklerose.

Ich wende die YNSA des weiteren an zur Therapie von akuten oder chronischen Schmerz-syndromen und Bewegungseinschränkungen sowie funktionellen Störungen des Atmungs-, Verdauungs- und Urogenitalsystems.

 

Keiraku Chiryo

Bei dieser klassischen Form der japanischen Akupunktur bzw. Meridiantherapie werden die feinen Akupunkturnadeln mit Hilfe eines Führungsröhrchens sehr oberflächlich und absolut schmerzfrei gesetzt.

Der angestrebte Ausgleich von energetischem Mangel bzw. Überschuss in den Körpermeridianen lässt sich mit Hilfe der traditionellen Puls- und Haradiagnostik während der Akupunktursitzung überprüfen.

Das Anschlagen der Therapie zeigt sich auch unmittelbar durch das Abklingen akuter Symptome wie beispielsweise Schmerz, Schwindel, Verspannung oder Übelkeit.

Ich wende Keiraku Chiryo an zur Ergänzung der Shônishin-Behandlung bei Kindern ab ca. Vorschulalter sowie für bestimmte Indikationen erwachsener Patienten.

 

Shônishin-Kinderbehandlung

Mit der japanischen Shônishin–Methode entwickelte sich in den vergangenen 250 Jahren in Japan eine wirkungsvolle, gut zu dosierende und angenehme Therapie für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder im Schulalter.

Shônishin wird „nicht-invasiv“ angewandt, d.h. man verzichtet auf das Einsetzen von Akupunkturnadeln. Die Akupunkturpunkte, Meridiane und Reflexzonen werden vielmehr durch wiederholte, leichte Streichungen und sanftes Beklopfen mittels verschiedener Behandlungsinstrumente sowie der Hände stimuliert.

Kinder unterscheiden sich in Bezug auf ihre Physiologie und Energetik sehr von Erwachsenen und reagieren wesentlich schneller und sensibler auf Therapiereize. Die optimale Reizdosierung ist daher von großer Bedeutung.

Mit Hilfe dieser Behandlungsmethode lassen sich pädiatrische Alltagsprobleme wie z.B. Erkältungskrankheiten, Verdauungs- oder Schlafstörungen auf natürliche Weise heilen und angeborene oder erworbene, schwerwiegendere Erkrankungen, in Ergänzung zur Schulmedizin, wirksam lindern.

Die Shônishin-Therapie eignet sich auch zur Kräftigung der Gesamtkonstitution und Vitalität Ihres Babys oder Schulkindes.

Nach einer praktischen Anleitung können Sie als Eltern einige Basisbehandlungsschritte problemlos zuhause weiterführen und somit den Heilungsprozess Ihres Kindes unterstützen.

Bei manchen Erkrankungen älterer Kinder empfiehlt sich die Kombination von Shônishin mit Keiraku Chiryo, einer sanften und schmerzlosen Nadelungsmethode aus dem Bereich der japanischen Meridiantherapie.

 

Spezielle Indikationen für Shônishin:

Immunschwäche, chronische Mandelentzündung bzw. Mittelohrentzündung, Erkrankungen der oberen Atemwege, ständig laufende Nase, Asthma bronchiale, Neurodermitis, Akne, allergische Ekzeme, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Verdauungsstörungen, Erbrechen, Koliken, Durchfall oder Verstopfung, Kopfschmerzen, Stottern, ADS/ ADHS, Einnässen, chron. Blasenentzündung, Störungen des Schlafes, der Körperhaltung oder Reifung, zentrale oder periphere, spastische oder schlaffe Lähmungen.

 

Ohrakupunktur nach Nogier

Die Ohrakupunktur bzw. Aurikulotherapie nach Nogier ist eine spezifische Methode der Akupunktur an der Ohrmuschel.

Am Ohr festzustellende Gewebeveränderungen, Hautschuppungen, gestaute Äderchen oder Druckempfindlichkeiten lassen Rückschlüsse auf gekoppelte Abschnitte des Körpers zu.

So wird beispielsweise ein Patient mit rechtsseitiger, schmerzhafter Schultersteife mit großer Wahrscheinlichkeit auffällige Entsprechungszonen an der rechten Ohrmuschel haben.

Ausser jenen am äusseren Ohr gelegenen „Gelenkpunkt der Schulter“ behandle ich nun gegebenenfalls weitere Ohrareale, z.B. Entsprechungspunkte der Wirbelsäule, des Nervensystems, der Immunabwehr oder des Verdauungstraktes. Denn insbesondere Störungen der Gallenwege oder des Darmes verursachen oftmals Beschwerden der Schulter- und Nackenregion.

Ohrakupunkturpunkte, welche nachweislich den körpereigenen Kortisolspiegel oder Mineralstoffhaushalt regulieren, werden ebenfalls in das Behandlungskonzept miteinbezogen.

Mit Hilfe geeigneter Akupunkturstimulation, manueller Gelenkmobilisation sowie Übungs anleitungen lassen sich auch Schultergelenksbeschwerden mit röntgenologisch nachgewiesener Kalkanlagerung wirksam behandeln.




 


 

 

Naturheilpraxis Harald Mörmel, Haspelstraße 7, 35037 Marburg, Tel.: 06421/952727, Mobil: 0151/22792772