Akupunktur | Shônishin-Kinderbehandlung
Wie wirkt Akupunktur? | Japanische Akupunktur | Shônishin - Behandlung für Babys und Kinder | Ohrakupunktur | Somatotope Akupunktur
Wie wirkt Akupunktur?
Die Wirkungsweise der Akupunktur erklärt sich naturwissenschaftlich durch die Regulierung von neurohormonellen, bioelektrischen und chemischen Abläufen im Körper. Hierzu werden Erfahrungspunkte manuell, mittels der Akupunkturnadel, monochromatischem Licht, Therapielaser oder Moxa-Erwärmung gezielt angeregt und somit ein Heilungsprozess in Gang gesetzt.
Die Behandlung wirkt:
- entzündungs- und schmerzabbauend
- immun- und durchblutungsregulierend
- stoffwechselanregend
- neuro-muskulär entkrampfend
- hormonell und vegetativ ausgleichend
- mental-psychisch stabilisierend
Maßgeblich für den Therapieerfolg mit Akupunktur sind die manuellen Fähigkeiten, das Einfühlungsvermögen sowie die Erfahrung und Gründlichkeit des Behandlers.
Grundsätzlich ist die Akupunktur schmerzarm bis schmerzfrei und ohne gefährliche Nebenwirkungen. Sie kann u.a. auch bei Menschen mit blutverdünnender Medikation (Heparin, Marcumar ect.), Typ I Diabetikern oder Patienten die andere unverzichtbare Medikamente benötigen, eingesetzt werden.
Oftmals verbessert sich die Verträglichkeit der Medikamente durch die Akupunkturbehandlung und in manchen Fällen lässt sich auch erfreulicherweise, nach Rücksprache mit dem behandelnden Facharzt, die Medikamentendosis reduzieren.
Japanische Akupunktur
von China ausgehend verbreitete sich die Kunst der Akupunktur in Japan ab dem 6. Jahrhundert nach Christus.
Die Besonderheiten der Japanischen Akupunktur sind ihr spezifischer Tastbefund (sog. Haradiagnostik) sowie die schmerzarme Anwendung. Es werden hierbei nur jene Akupunkturpunkte genadelt, welche zuvor bei einem manuellen Test unmittelbar die Qualität des Pulses verbesserten, die akuten Beschwerden beeinflussten sowie die auffälligen Hara-Zonen lockerten.
Bei den Hara-Zonen handelt es sich um diagnostisch und therapeutisch bedeutsame Körperareale des Bauches, des Nackens und entlang der Wirbelsäule. Sie zeigen sich oftmals beispielsweise in Form von Bindegewebsverquellungen, massiven muskulären Verspannungen oder auch durch eine veränderte Hautfeuchtigkeit bzw. -temperatur.
Die Untersuchung dieser Zonen, die traditionelle Puls- und Zungendiagnostik sowie Ihre individuellen Symptome und Angaben zu eventuellen Vorerkrankungen, führen zur Diagnose und Therapie.
Für die Japanische Akupunktur verwende ich sterile Einmalnadeln aus chirurgischem Spezialstahl. Der Einstich selbst ist kaum wahrzunehmen. Patienten beschreiben den Effekt der gesetzten Nadel als ein angenehmes, sich ausbreitendes Gefühl von Wärme, Entspannung und Schwere.
Bei einigen Erkrankungen empfiehlt es sich, den therapeutischen Effekt durch die Verwendung von Intradermal-Dauernadeln zu unterstützen. Insbesondere bei Schmerzsyndromen, Bewegungseinschränkungen, inneren und funktionellen Erkrankungen sowie bei der Nikotinsuchtbehandlung kommen sie zur Anwendung.
Die Intradermalnadeln werden über mehrere Tage unmerklich und ohne bei der Körperhygiene oder selbst beim Sport zu stören, von einem Hautpflaster gehalten.
Shônishin-Kinderbehandlung
Mit der japanischen Shônishin–Methode entwickelte sich in den vergangenen 250 Jahren in Japan eine wirkungsvolle, gut zu dosierende und angenehme Therapie für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder im Schulalter.
Shônishin wird „nicht-invasiv“ angewandt, d.h. man verzichtet auf das Einsetzen von Akupunkturnadeln. Die Akupunkturpunkte, Meridiane und Reflexzonen werden vielmehr durch wiederholte, leichte Streichungen mittels eines Behandlungsstäbchens sowie der Hände stimuliert.
Kinder unterscheiden sich in Bezug auf ihre Physiologie und Energetik sehr von Erwachsenen und reagieren wesentlich schneller und sensibler auf Therapiereize. Eine angemessene Reizdosierung ist daher von großer Bedeutung.
Mit Hilfe dieser Behandlungsmethode lassen sich pädiatrische Alltagsprobleme wie z.B. Erkältungskrankheiten, Verdauungs- oder Schlafstörungen auf natürliche Weise heilen und angeborene oder erworbene, schwerwiegendere Erkrankungen, in Ergänzung zur Schulmedizin, wirksam lindern.
Die Shônishin-Therapie eignet sich auch zur Kräftigung der Gesamtkonstitution und Vitalität Ihres Babys oder Schulkindes.
Nach einer praktischen Anleitung können Sie als Eltern einige Basisbehandlungsschritte problemlos zuhause weiterführen und somit den Heilungsprozess Ihres Kindes unterstützen.
Bei manchen Erkrankungen älterer Kinder empfiehlt sich die Kombination von Shônishin mit Keiraku Chiryo, einer sanften und schmerzlosen Nadelungsmethode aus dem Bereich der japanischen Meridiantherapie.
Spezielle Indikationen für Shônishin:
Immunschwäche, chronische Mandelentzündung bzw. Mittelohrentzündung, Erkrankungen der oberen Atemwege, ständig laufende Nase, Asthma bronchiale, Neurodermitis, Akne, allergische Ekzeme, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Verdauungsstörungen, Erbrechen, Koliken, Durchfall oder Verstopfung, Kopfschmerzen, Stottern, ADS/ ADHS, Einnässen, chron. Blasenentzündung, Störungen des Schlafes, der Körperhaltung oder Reifung, zentrale oder periphere, spastische oder schlaffe Lähmungen.
Ohrakupunktur
Die Ohrakupunktur bzw. Aurikulotherapie nach Nogier ist eine spezifische Methode der Akupunktur an der Ohrmuschel.
Am Ohr festzustellende Gewebeveränderungen, Hautschuppungen, gestaute Äderchen oder Druckempfindlichkeiten lassen Rückschlüsse auf gekoppelte Organe und Funktionen des Körpers zu.
So wird beispielsweise ein Patient mit rechtsseitiger, schmerzhafter Schultersteife mit großer Wahrscheinlichkeit auffällige Entsprechungszonen an der rechten Ohrmuschel haben.
Ausser jenen am äusseren Ohr gelegenen „Gelenkpunkt der Schulter“ behandle ich nun gegebenenfalls weitere Ohrareale, z.B. Entsprechungspunkte der Wirbelsäule, des Nervensystems, der Immunabwehr oder des Verdauungstraktes. Denn insbesondere Störungen der Gallenwege oder des Darmes verursachen oftmals Beschwerden der Schulter- und Nackenregion.
Ohrakupunkturpunkte, welche nachweislich den körpereigenen Kortisolspiegel oder Mineralstoffhaushalt regulieren, werden ebenfalls in das Behandlungskonzept miteinbezogen.
Somatotope Akupunktur
Unter einem Somatotop, oder auch Mikroakupunktsystem, versteht man die Organ- und Funktionsabbildung des gesamten Organismus auf einem Teilabschnitt des Körpers.
Die oben beschriebene Ohrakupunktur ist folglich auch eine Form der Somatotopbehandlung.
Weitere Therapien, die auf diesem anatomischen Prinzip basieren, sind beispielsweise die Kopfakupunktur nach Yamamoto, die koreanische Handakupunktur sowie die Neue Punktuelle Schmerz- und Organtherapie nach Siener.
Die relevanten Punkte oder Areale behandle ich hierbei, je nach Indikation, mittels Akupunktur, monochromatischem Licht, Therapielaser oder Moxa-Erwärmung.
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