Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) setzt sich zusammen aus einer Reihe von Therapiemethoden von denen ich folgende in meiner Praxis anwende:
Moxabehandlung
Der Begriff Moxa stammt aus der japanischen Heilkunde und hat sich umgangssprachlich anstelle des chinesischen Zhen jiu etabliert.
Die Trägersubstanz der Moxa - Anwendung ist erhitzte Artemisia vulgaris, (Beifuß) mit ihrer schmerzzerstreuenden und entzündungshemmenden Wirkung.
Ich verwende Moxa als getrocknete, lose Wolle (Okyu), in stäbchenform (Akabane) oder am Metallgriff der zuvor gesetzten Akupunkturnadel (Kyutoshin).
Die gezielte Wärmestimulierung einzelner Akupunkturpunkte sowie die Erwärmung und Mehrdurchblutung einzelner Hautzonen sind die Ziele der Moxabehandlung.
Erkrankungen die im Zusammenhang mit pathogenen, bioklimatischen Faktoren wie beispielsweise Nässe oder Zugluft stehen, lassen sich mittels der Moxaanwendung wirksam behandeln. Bei Sportverletzungen, Lymphödemen, Organdysfunktionen, Schlaf- oder Infertilitätsstörungen ist Moxa ebenfalls indiziert.
Heilkräuterverordnung
Seit einigen Jahrtausenden verwendet man im Rahmen der TCM unterschiedliche Heilpflanzen, Mineralien usw. zur Behandlung von Krankheiten.
Die Ginsengwurzel (ren shen), das Süßholz (gan cao) sowie die Angelikawurzel (dang gui) gehören hierzulande zu den bekanntesten TCM-Arzneien.
Alle Heilkräuter verfügen über spezifische geschmackliche und thermische Qualitäten. Diese Eigenschaften der Arzneien sowie ihre sonstigen Wirkstoffe unterstützen den Organismus bei der Steuerung seiner Funktionen und regen des weiteren auch die Zirkulation von Energie und Blut an.
Nach dem vorausgegangenen Patientengespräch, der Untersuchung ihrer Beschwerden sowie der traditionellen Diagnostik von Puls- und Zunge, verordne ich die individuellen Kräuterzusammenstellungen in Form von Teegranulat oder als wässrigen Auszug (sog. hydrophiles Konzentrat). Die Arzneimischungen erhalten Sie anschließend von einer auf TCM spezialisierten Apotheke zugesandt. In der Regel werden die Kräuter als Tee oder in Wasser bzw. Saft aufgelöst und mehrmals täglich eingenommen.
Die Indikationen für die Kräutertherapie sind vielfälltig. Sie betreffen vor allem Erkrankungen des Verdauungs-, Atmungs- oder Urogenitalsystems und der Haut.
Ernährungsberatung
In der TCM geht man davon aus, dass Nahrungsmittel und Getränke - den Heilkräutern vergleichbar - neben ihren Geschmacksqualitäten auch thermische Eigenschafen vermitteln.
Man unterscheidet die Geschmacksrichtungen sauer, bitter, süß, scharf und salzig. Die thermische Wirkung von Speisen und Getränken im Organismus reicht von erhitzend bis abkühlend.
Grundsätzlich gilt es, diese Aspekte im Sinne der betreffenden Konstitution zu verstehen und anzuwenden. Sollten Sie beispielsweise eine Kältekonstitution haben, empfiehlt es sich, den Verzehr von abkühlenden Nahrungsmitteln wie Rohkost, Milchprodukten oder Kaffee einzuschränken.
Streuen Sie doch einmal versuchsweise eine Prise frisch gemahlenen Kardamon in den morgendlichen Kaffee oder Joghurt. Das unterstützt die Verdauung, schmeckt hervorragend und kühlt den Körper weniger ab.
Besonders beim Vorliegen einer hartnäckigen Erkältung lohnt sich dieser „Selbstversuch“, denn auf diese Weise bekommen die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers den Infekt schnell in den Griff.
Zweifellos ist jeder Anfang schwer, doch bereits eine leichte Korrektur der Essgewohnheiten wird Ihre Vitalität und Ihr Wohlbefinden spürbar steigern.
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